Golfclubs trauern um Bernd Loibl

Die Nachricht, die am Karfreitag wie ein Lauffeuer die Runde machte, löste Trauer und tiefe Betroffenheit aus: Drei Wochen vor seinem 72. Geburtstag ist Bernd Loibl nach jahrelangem Kampf einem Krebsleiden erlegen.

Um den Verstorbenen trauern seine Schwester Renate und deren Familie, die er über alles liebte, aber auch zahllose Freude und Bekannte. Am morgigen Freitag um 9:30 Uhr werden die sterblichen Überreste am Tölzer Waldfriedhof beigesetzt.

Einen Namen gemacht hat sich Bernd Loibl vor allem in Sportlerkreisen – erst beim Tennis und dann beim Golf. Beim Tennis schaffte er es in die Junioren-Nationalmannschaft, spielte für Großhesselohe in der Bundesliga, wurde Münchner Meister und später mit seiner Mannschaft sogar Jungsenioren-Europameister. Als Tennislehrer arbeitete er auf Teneriffa und in Marbella und ab 1986 sehr erfolgreich beim TC RW Bad Tölz. Dr. Michael Gericke, Freund des Verstorbenen, erinnert sich: „Bernd Loibl mochte die Menschen, und die Menschen mochten ihn. Auch mit Kindern konnte er wunderbar umgehen. Sein Training war toll, er konnte sehr gut motivieren.“ Als der Tennisboom abebbte, suchte sich Loibl ein neues Betätigungsfeld und wurde im Jahr 2000 beim Golfclub Bad Tölz fündig. Dr. Hans Rein, damals Präsident des GC Bad Tölz, stellte ihn ein – als Marshall, als Clubsekretär und Übungsleiter: „Ein Glücksgriff“, urteilt Rein: „Ein hervorragender Golfspieler war er sowieso. Er ist in den Job hineingewachsen und hat’s innerhalb kürzester Zeit drauf gehabt.“ Auch beim GC Isarwinkel, wo er am Wochenende als Course-Marshall tätig war, machte er sich mit seiner offenen, freundlichen Art rasch viele Freunde. Dazu war er ein unverbesserlicher Optimist. Daran konnte auch seine Krebserkrankung, die 2011 diagnostiziert wurde, nichts ändern. Auch als klar war, dass er im Kampf gegen die Krankheit unterliegen würde, schmiedete er Zukunftspläne. Die Golfreise im November nach Florida, die Bernd Loibl schon gebucht und bezahlt hat, müssen seine Freunde nun ohne ihn antreten. Bernd Loibl hat den Kampf nicht gewonnen, aber er hat dem Schicksal noch ein paar Jahre abgetrotzt. Und ist am Ende friedlich und ohne Schmerzen eingeschlafen. hst

« Zur Pressemeldungen Übersicht